Die Zukunft der Medien

Alte und „neue“ Medien verschmelzen nur langsam

Die Medienentwicklung wird vom Verhältnis zwischen „neuen“ (Internet, PC, Handy, Spielekonsolen) und „alten“ (TV, Radio, Zeitung, Buch) Nachrichtenträgern geprägt sein. Die neuen Medien verdrängen die alten nicht, sondern es findet eine Parallelnutzung beider Formen statt. Die alteingesessenen Vorreiter wie Fernsehen, Radio und Zeitung verlieren so jedoch ihre Monopolstellung. Trotz der steigenden Internetnutzung in allen Lebensphasen ist das „TV-Zeitalter“ aber nicht zu Ende, denn das Fernsehen bleibt nach wie vor auf Platz eins der beliebtesten Freizeitaktivitäten, während das Internet lediglich den fünften Platz belegt.

Die Analysen der Stiftung für Zukunftsfragen zeigen eine zweigeteilte Gesellschaft in Bezug auf Mediennutzung: Während die Digital Natives, also die Generationen, die mit den neuen digitalen Technologien aufgewachsen sind, deutlich häufiger eben jene neuen Medien nutzen, zeigen die älteren Generationen noch immer eine starke Zurückhaltung in der Benutzung dieser Technologien. Aufgrund der demografischen Zusammensetzung der deutschen Bevölkerung wird die Medienwelt bis 2030 von dieser Spaltung geprägt sein. 

Um der Spaltung zwischen „jungen Onlinern“ und „alten Offlinern“ entgegenzuwirken, wird Medienkompetenz in Zukunft ein elementares Bildungsmerkmal sein. Nicht nur das technische Verständnis im Umgang mit den Endgeräten sollte hierbei gefördert, sondern auch eine Sensibilisierung im individuellen und gesellschaftlichen Einsatz vermittelt werden. Einerseits muss das kognitive Verständnis der Mediennutzer im Umgang mit den einzelnen Geräten verbessert, andererseits aber auch die auf Sozialplattformen angewandten Techniken erläutert werden.

Die Studien der Stiftung für Zukunftsfragen zeigen zudem, dass die Mehrheit der Bundesbürger eine Überforderung im medialen Alltag befürchtet. Dauerpräsenz und Informationsflut bedingen die zunehmende Schwierigkeit, Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden zu können. Hierbei zeigt sich eine Ambivalenz, da die permanente Erreichbarkeit einerseits als Fortschritt bewertet, andererseits aber auch als Einschränkung empfunden wird.